Der Welpen-Blues

Der Welpen-Blues

Der Welpen-Blues ist weit verbreitet, aber kaum beschrieben. Was dahinter steckt und wie man darüber hinwegkommt, soll hier erläutert werden. Aber fangen wir ganz vorne an…

Endlich ist es soweit!

Endlich ist er da, der Moment, auf den man Wochen, Monate oder gar Jahre gewartet hat… Ein kleiner Welpe zieht ein und man könnte nicht glücklicher sein, nichts hat man sich sehnlicher gewünscht als einen neuen flauschigen Mitbewohner zu bekommen. Die Wohnung oder das Haus sind ausstaffiert mit Hunde-Zubehör: Betten, Leinen und Näpfe stehen bereit!

Die Freude ist groß

Der Moment der Abholung ist herrlich, man ist so aufgeregt, den kleinen Schatz im Arm zu halten und freut sich ihm sein neues Zuhause zu zeigen. Alles ist so schön in den ersten Tagen: Der Welpe schläft viel und ist überhaupt zuckersüß. Ja klar, man muss oft raus und das ein oder andere Malheur drinnen ist auch schon passiert, aber egal. Noch hat man Energie und geht für den kleinen Neuankömmling gern die Extra-Meile.

Die Ernüchterung

Doch plötzlich nach ein paar Tagen oder den ersten zwei Wochen setzt die Ernüchterung ein. Puh, das ist ja alles doch viel anstrengender als gedacht… Alle 1-2 Stunden in den Garten, durchzechte Nächte, wilde Tobereien im Wohnzimmer und Beißattacken in die Hände. So hatte man sich das aber nicht vorgestellt. Wo ist der liebe Welpe, der den ganzen Tag friedlich geschlummert hat?

Man fühlt sich ausgelaugt und kaputt, ist müde und genervt. Soll das jetzt etwa für immer so weitergehen? Hat man eventuell einen Riesen-Fehler gemacht? Kann man einen Welpen wieder abgeben? Was soll man jetzt bloß machen?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Willkommen im Welpen-Blues!

Vielen Ersthunde-Besitzern geht es so und es ist ganz normal, dass man nach einiger Zeit auf dem Zahnfleisch geht und seine Entscheidung einen Hund zu adoptieren hinterfragt. Wichtig: Man ist nicht allein und die Phase geht auch wieder vorbei! Die ersten Wochen mit einem Welpen sind einfach extrem anstrengend und ungewohnt. Man muss sich nicht mehr nur um sich selbst, den Haushalt und die Arbeit kümmern, sondern muss auch noch gefühlt 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche auf ein kleines Lebewesen aufpassen. Die Verantwortung ist riesen-groß und man fühlt sich leicht überfordert.

94,5% haben ihre Pudel-Anschaffung nicht bereut! 

Stichprobe: 73 Personen befragt

Die Problemchen in den Griff bekommen

Nun heißt es Ruhe bewahren und die Baustellen nacheinander abarbeiten, alles auf einmal zu lösen, funktioniert eh nicht. Was ist einem also am wichtigsten: Stubenreinheit, allein bleiben oder nicht mehr in die Hände beißen? Man sollte sich Prioritäten setzen und sich auch über kleine Erfolge freuen. Für einen Welpen ist ja schließlich auch alles neu und ungewohnt. Er macht nicht mit Absicht auf den Teppich, man hat ihm einfach nicht rechtzeitig die Möglichkeit gegeben sich draußen zu erleichtern. Die meisten Probleme fangen bei einem selbst an, nicht beim Hund. Eventuell kann auch ein Hundetrainer helfen und gute Tipps geben.

Sich abwechseln gegen den Welpen-Blues

Auch kann es helfen sich die Betreuung des Hundes aufzuteilen. Einer übernimmt den Vormittag, der andere den Nachmittag, so kann der jeweils andere auch mal wieder entspannen und hat nicht das Gefühl ständig ein Auge auf den Hund werfen zu müssen. Wenn man sich ohne Partner oder Familie für einen Hund entschieden hat, ist es natürlich etwas komplizierter, aber vielleicht kann die beste Freundin oder der Bruder mal einspringen und einen halben Tag auf den Hund aufpassen. Selbstverständlich erst nachdem der Welpe die neue Bezugsperson ausführlich kennen und lieben gelernt hat und sich sicher fühlt.

Der Stress geht vorüber

Nach wenigen Tagen oder Wochen ist die Zeit des Zweifelns und der Welpen-Blues aber meist vorbei, man hat sich eingespielt, der Welpe ist stubenrein und überhaupt ist alles viel einfacher. Natürlich gibt es immer mal wieder Momente, in denen man am liebsten an die Decke gehen würde, aber auch das ist immer nur ein kurzer Augenblick. Die schönen Seiten werden ganz schnell überwiegen. Und wenn man diese erste anstrengende und fordernde Zeit gemeistert hat, möchte man seinen kleinen Schatz nie wieder hergeben. Man leidet beim ersten Wespenstich, ist stolz wie Oskar, wenn mal wieder ein neuer Trick nach nur einmal Üben sitzt und lacht, wenn der Hund mal wieder aufdreht und Quatsch macht.

Fazit Welpen-Blues:

Sehr viele Hundebesitzer kennen den Welpen-Blues, aber kaum jemand redet gern darüber. Auf Nachfrage hört man dann aber doch oft: „Oh ja, die ersten Monate waren schlimm.“ oder „Naja, ehrlich gesagt, ist er auch erst mit 2,5 Jahren ruhiger geworden.“

Uns ist es auch so gegangen. Wir hatten anstrengende Momente und haben an uns gezweifelt, aber wer diese Phase übersteht und den Hund nicht voreilig abgibt, der bekommt einen Freund fürs Leben!

 

Tipps zur Welpen-Erstausstattung hier!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Waiting List Wir informieren dich per Email, sobald der Artikel wieder vorrätig ist. Trage dich dazu einfach unten mit deiner Email-Adresse ein.
Email Quantity