Hund verweigert Futter / Hund isst nicht

Mein Essen schmeckt mir nicht…

Normalerweise hört man ja eher so etwas: Mein Hund liebt sein Fressen und verschlingt alles ohne zu Zögern, fast schon ein bisschen zu stürmisch. Nicht so unser Moki… Er ist recht wählerisch was seine Lunch- und Dinner-Auswahl angeht und wenn es nach ihm ginge, würde es den lieben langen Tag nur Banane geben. Das geht aber natürlich nicht. ?

Welches Futter ist am besten?

Als Welpe hat Moki morgens und mittags Nassfutter (Terra Canis) bekommen und nachmittags und abends Trockenfutter (Josera Minijunior), das hat er beides mal mehr, mal weniger gern gegessen, aber doch in ausreichender Menge. Nach einigen Wochen haben wir aus praktischen und hygienischen Gründen auf 2-3 Portionen Trockenfutter am Tag umgestellt. Das Thema BARF vs. Trockenfutter vs. Nassfutter ist ja heiß diskutiert und jeder hat eine Meinung dazu. Letzten Endes sollte sich der Hundehalter selbst entscheiden, welche Art von Futter er gibt, die Qualität sollte natürlich immer sehr gut sein. Wir haben uns nach einiger Recherche also für getreide- und zuckerfreies Trockenfutter entschieden.

Neu ist immer besser

Nachdem Moki das Josera Minijunior, das er früher geliebt hatte, nicht mehr mochte, sind wir auf Wildkind Idaho Valley umgestiegen. Wie empfohlen haben wir die ersten Tage beide Futtersorten gemischt. Naja, zumindest haben wir es versucht… Der kleine Bär hat sich tatsächlich nur die „Wildkind-Rosinen“ herausgepickt und den Rest liegengelassen. Nagut haben wir gedacht, dann eben nur noch Wildkind und haben gleich mal einen großen Sack gekauft. Fehler! Nach kurzer Zeit fand er das neue Futter auch nicht mehr attraktiv. Hat nur die Nase gerümpft und ist zurück zu seinem Korb gedackelt, ohne etwas zu essen. Das ging über Tage so, sodass wir schon ein bisschen Panik geschoben haben… Waren es vielleicht doch die Zähne? Aber Leckerlis, Kaustangen und Co. konnte er ohne Probleme beissen… Wir also wieder neues Futter geholt und siehe da, in großen Mengen wurde Bosch Soft Junior verschlungen, aber wieder nur für kurze Zeit! Auch Locken und Suchspiele konnten ihn nur selten dazu animieren eine normale Portion zu fressen und nach ein paar Brocken war meistens wieder Schluss. Aus dem Napf direkt mochte er schon gar nicht essen! Doch am Napf selbst hat es nicht gelegen, Leckerlis, die auch „klimpern“, neue Futtersorten und Banane hat er gern daraus gegessen…

  • Exkurs: Manchmal liegt es aber auch am Napf… Sollte der Test mit dem Lieblings-Leckerli aus dem Napf nicht funktionieren, liegt es wirklich am Gefäß selbst. Edelstahl oder Porzellan kann zu sehr klimpern und Plastik kann chemisch riechen. Einfach mal verschieden Näpfe oder Schüsseln ausprobieren…

Moki liebt Abwechslung

Unser Fazit: Moki isst gern unterschiedliche Sorten und nicht immer dasselbe. Er ist ein bisschen kompliziert was das angeht. Ich stelle mir das ein bisschen so vor wie jeden Tag Haferflocken zu essen, eigentlich ganz ok, aber irgendwann hängen sie einem zum Halse raus. Jetzt gibt es sicherlich auch Gegenstimmen, die sagen: „Nein, der Hund muss essen, was in den Napf kommt und fertig! Ein Hund ist noch nicht vor einem vollen Napf verhungert!“ Das mag ja vielleicht auch stimmen, aber als Besitzer von einem kleinen Welpen oder Junghund möchte man schon, dass sein Hund zumindest ab und zu mal etwas isst, zumal sich Moki schon zweimal übergeben hat, weil sein Magen zu leer war. Auch das ist eine normale Reaktion, lässt sich aber durch regelmäßiges Fressen vermeiden. Und es gibt auf jeden Fall schöneres als Erbrochenes auf dem Teppich!

Was ist die Lösung?

Wir haben inzwischen also mehrere Sorten Trockenfutter zu Hause und geben immer mal was anderes. Was gestern Abend noch gern von ihm gegessen wurde, kann am nächsten Tag schon wieder links liegen gelassen werden. Wir legen Moki mehrere Sorten Futter in den Napf und er kann sich dann „aussuchen“ von welcher er mehr möchte. Inzwischen mag er auch wieder ab und zu die Sorten, die es ganz zu Anfang gegeben hat: Josera und Wildkind. Natürlich ist das auch etwas Aufwand, aber bei weitem nicht so stressig, wie vorher.

Ist es gesund Trockenfutter-Sorten zu mischen?

Zwischen Trockenfutter-Sorten zu wechseln ist, aus unserer Sicht, weniger dramatisch als Nass- und Trockenfutter abzuwechseln, das kann wirklich zu enormen Verdauungsstörungen führen. Idealerweise hat man verschiedene Geschmäcker an Trockenfutter von derselben Marke, so dass sich die Zusammensetzung ähnelt, das führt am wenigsten zu Irritationen.

Ruhe beim Essen und Gewöhnung an den Napf

Moki bekommt inzwischen (mit 6 Monaten) zweimal am Tag Trockenfutter, eine kleine Portion am Vormittag und eine etwas größere am Abend, so gefällt es ihm am besten. Ihm scheint es zu schmecken und wir sind auch erleichtert. Wir wechseln die Futtersorten ab und geben ihm das Futter nur noch an seinem Essplatz in der Küche, inzwischen frisst er aus dem Napf und wir machen kein Aufhebens mehr um das ganze Geschehen, keine Suchspiele und kein Locken. Zwischendurch gibt es natürlich ab und zu Leckerlis, er ist ja noch im Junghund-Training, die haben auch Kalorien, weshalb der Futterbedarf nicht so groß ist, wie auf den Packungen angegeben.

Insgesamt war das aber eine anstrengende und zermürbende Aufgabe für uns, aber es kommt wohl gar nicht so selten vor, dass vor allem kleine Hunde nicht so gerne fressen….

Trockenfutter-Sorten, die wir empfehlen können:

  • Josera MiniJunior
  • Wildkind Idaho Valley
  • Bosch Soft Junior
  • Bosch Mini Junior
  • GranataPet Mini Royal Puppy Junior
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4 Idee über “Hund verweigert Futter / Hund isst nicht

  1. Frauke sagt:

    Liebe Familie Moki,

    Wir sind große Fans von Juniormoki und Euren Berichten.

    Und mit einem freundlichen Wuff lässt Euch Iti folgendes ausrichten: Moki, Du könntest mein Spiegelbild sein, so schlank, fit und fidel wie wir sind. Und das mit dem futtern kenne ich auch. Keine Ahnung was Frau- und Herrchen sich da denken. Ich fresse was und wieviel ich brauche und möchte. Und auch mit Wasser bin ich wählerisch: Quellwasser oder das aus der Flasche vom Biolade kann ich saufen. Kraneburger? Naja bevor ich verdurste geht’s auch.
    Nun noch zu meinem Speiseplan…. Als ich Welpi war, wurde für mich gekocht bis Frauchen wiedermal von einem wohlmeinenden Berater beim Spazieren angesprochen wurde. So’n echter Experte, der sich als Hunderetter und -trainer vorstellte. Wir fanden ihn ganz nett und was meine Rettung war, er bat Frauchen darum, die Seite http://www.howerward.de zu besuchen. Danach könne sie sich frei entscheiden, wie sie es in Zukunft mit dem Füttern halten wolle. Das ist jetzt 5 Jahre her, meine Verdauung und Gesundheit sind vom feinsten. Ja fürs Frauchen war es anfangs schwer zu barfen, das hatte sie vorher nämlich als eklig abgelehnt. Aber für mich und meine Gesundheit tut sie gerne alles.

    Lieber Moki, Du bist ein Prachtkerl und wir freuen uns immer etwas von Dir zu sehen.

    WUFFI von
    Iti, Roli und Frauke

    • Tatjana Schmitz sagt:

      Liebe Familie Moki, das Problem mit dem Futter kenne ich von meinem kleinen Zwergpudel Lenny auch nur zu gute, von anfang an hat er rum gemäckelt. Es ist gar zum verzweifeln wenn der eigene Hund nicht fressen will. Heute ist es noch genauso, aber nicht mehr so schlimm. Leckerli könnte er sehr viel fressen aber die bekommt er nur als Belohnung. Es ist so schön das ich auf eure Seite gestoßen bin. Der kleine Mann ist echt süß. Freue mich schon sehr noch mehr von euch zu sehen. Tatjana und Lenny aus Koblenz

  2. Gaby Fechner sagt:

    Guten Morgen, auch wir sind bekennende Moki Fans und unser kleiner Emil, heute ein halbes Jahr, entwickelt sich, was das Fressen angeht, auch so langsam zu einem echten Sorgenkind. Er frisst auch längst nicht alles und wir füttern eine Mischung aus Nass und Trockenfutter ( zu unterschiedlichen Mahlzeiten), da auch Royal Canin. Allerdings leidet der kleine Mann ganz oft an Durchfall, und ich glaube fast, das liegt am Nassfutter. Wenn ich es recht verstehe, füttert ihr nur Trockenfutter?
    Emil ist auch gerade mitten imZahnwechsel, aber das allein erklärt die vielen Durchfälle nicht. Liebe Grüße aus Speyer

    • mokizwergpudel sagt:

      Hallo! Also aktuell hatten wir TroFu und NaFu beides gefüttert und es gibt keine Probleme. Bei Moki war es aber so, dass er Hähnchen nicht so gut verträgt und das haeufig zu Durchfall geführt hat. Beim Zahnwechsel hatten wir auch sehr häufig Durchfall gehabt. Das TroFu konnte er zu der Zeit nicht gut bzw. fast gar nicht essen, so dass er einige Mahlzeiten ausgesetzt hat, wir aber auch NaFu dazu gegeben haben.

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