Aufregung beim Autofahren

Welpenabholung

Als Welpe hat es noch wunderbar geklappt, Moki hat sich ruhig auf der Rückbank zusammen gekringelt und gedöst. Seitdem er aber in die Pubertät gekommen ist, ist es mit der Ruhe vorbei. Autofahren ist Aufregung pur, …denn es geht ja in den Park!

Wie verhält es sich genau!

Beim Einsteigen ins Auto ist es noch verhältnismäßig entspannt, auch wenn wir um die ersten Ecken biegen, lässt Moki sich noch nichts anmerken. Nach einer Weile aber bricht es aus ihm aus, erst leise und dann immer lauter quietscht er vor Vorfreude. Manchmal schreit er auch wie ein Äffchen. (Notiz an uns selbst: Weniger Bananen füttern! 😉 ) Auch wenn wir am Ziel ankommen ist das Gejaule groß, er kann es kaum erwarten auszusteigen und loszurasen. Besonders beim Abschnallen und Türen öffnen gibt es ein ohrenbetäubendes Gebell.

Es gibt aber nicht immer Getöse

Natürlich fahren wir nicht nur mit Moki in den Park, aber wie durch ein Wunder merkt er genau, wenn es nur eine Spritztour zur Übung ist. Wenn es zum Einkaufen oder Arzt geht, sitzt er ruhig hinten und wartet ab. Diese Pudel sind einfach zu schlau! Auch wenn wir längere Strecken auf der Autobahn fahren z.B. 2 Stunden in den Urlaub an die See, ist er weitestgehend ruhig. Gleichmäßiges Fahren ist scheinbar weniger aufregend als „stop and go“ im Stadtverkehr.

Was wir schon probiert haben…

Vorneweg: Vieles! Moki fährt Auto seit er klein ist, er ist es also gewöhnt. Er ist meist am Geschirr angeschnallt auf dem Rücksitz. Aber auch mit einer Box haben wir es probiert, langsame Gewöhnung an die Box im Wohnzimmer, Leckerli als Belohnung, wenn er ruhig drin lag, etc. Doch sobald die Box im Auto war, ging der Terz wieder los. Wir haben mit ihm auf der Rückbank gesessen, ihn rausgucken lassen, ihn nicht rausgucken lassen, ihn bei Ruhe belohnt (Clicker), ein Aus- oder Nein-Kommando gegeben, Pssst gesagt, gar nichts mehr gesagt, also einfach ignoriert, und und und… Bislang hat leider nichts gefruchtet. Natürlich haben wir die verschiedenen Ansätze nicht nur ein-/zweimal probiert, sondern über Wochen durchgezogen.

Erfahrungen von anderen (Zwerg-) Pudel-Besitzern

Scheinbar ist Moki aber keine Ausnahme, sondern eher der Regelfall. Sooooooo viele (Dutzende!) andere Pudelbesitzer haben uns ähnliches geschildert. Fast alles wurde schon probiert und getestet, aber ein Durchbruch ist schwer zu erreichen. …natürlich gibt es aber bestimmt auch ruhige und unaufgeregte Pudelchen, die artig im Auto mitfahren können.

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Tipps, wenn man gefühlt schon alles probiert hat, ohne Gewähr

  1. Box (wenn möglich im Kofferraum, sodass der Hund nichts sieht)
  2. Kaustange
  3. Hand nach hinten legen.
  4. Immer wieder zum besagten Ort hin- und wegfahren, bis Ruhe herrscht.
  5. Auto-Gewöhnung ohne loszufahren: sitzen, warten, kuscheln, Leckerli, …
  6. Auf kurze Strecken mitnehmen, auf denen nichts passiert.
  7. Pssst sagen!
  8. Geduld, immer wieder probieren.
  9. Zur Beruhigung Hund auf die Seite legen oder eng an den eigenen Körper halten.
  10. Immer wieder an- und abschnallen.
  11. Erst austeigen, wenn Ruhe herrscht, kann aber dauern.
  12. Stopps einlegen: Mit und ohne aussteigen.
  13. Neben den Hund setzen.
  14. Konditionierte Entspannung
  15. Nur losfahren, wenn Ruhe ist, sonst zurück nach Hause.
  16. Box so stellen, dass er rausgucken kann.
  17. Ohropax
  18. Einfach damit leben!
  19. Pudel im Fußraum beim Beifahrersitz im Auto transportieren.

Teil II “Wie das Auto fahren bei uns endlich besser klappt!” gibt es hier.

Aktualisiert am 16.04.2020 – 12 Uhr

2 Idee über “Aufregung beim Autofahren

  1. Danielle Brechbühl sagt:

    Liebe Moki-Eltern
    Moki ist ein Wonneproppen und ihr macht es wirklich gut mit ihm. Betreffend Jammern beim Autofahren: Das mit den Kaustangen ist natürlich nur Ablenkung, er lernt dadurch aber nichts und es ändert sich nichts am Grundproblem (nämlich, dass er Geduld lernen muss, ohne auszuflippen). Auch das Streicheln, wenn er jammert, sendet falsche Signale, nämlich Belohnung fürs Jammern. Wir haben z.T. auch Hunde, die sehr ungeduldig und aufgeregt sind, wenn es mit dem Auto zum Spazieren geht. Wir ignorieren das Jammern weitgehend (auch wenn es schwerfällt!), und wenn wir am Ziel sind, bleiben wir so lange ruhig im Auto sitzen, bis die Jammerei aufhört und die Hunde runtergekommen sind. Dann wird ruhig ausgestiegen. Hilft ein bisschen, aber ganz bringt man die Jammerei nicht weg, es sei denn, mit endlosen kurzen Übungsfahrten, wo er raus darf, wenn er ruhig war und sonst ignoriert wird. – Meine Erfahrung: kleinere Hunde haben mehr Mühe mit Sich-gedulden als grosse. Sind oft halt auch temperamentvoller. Wir haben einen weissen Klein- und einen Apricot-Grosspudel, der Kleine ist um Welten zappeliger als der Grosse. Wir machen ähnliche Erfahrungen mit unseren Ferienhunden. Der langen Rede kurzer Sinn: ignorieren, nicht durch Beachtung (zureden, streicheln, Leckerlis) belohnen. Nur die Ruhe belohnen (mit Aussteigen und Spass haben). Weiterhin viel Freude mit Moki, Pudel sind die Grössten!

    • Khang sagt:

      Danke liebe Danielle für deine ausführliche Antwort! Mit zwei Pudeln hast du auf jeden Fall sehr viel Erfahrung und das wissen wir sehr zu schätzen, dass du uns hier antwortest. Ich gebe dir da vollkommen recht, dass das mit den Kaustangen nur Ablenkung ist und nicht das Grundproblem (vom Zwerg-/Kleinpudel) “Geduld” löst. Das einzige was wir mit Moki tatsächlich häufig üben, ist Geduld. “Bleib” und “Warte” sind jeden Tag auf der Übungsliste. Irgendwann haben wir uns aber damit abgefunden, dass es einfach zum Typ “Pudel” dazu gehört, dass er so aufgeregt ist – besonders bei Moki. Der extreme Vorteil von Pudel – das die so aufmerksam sind und pfiffig – wird dann in sowelchen Situationen zum Nachteil. Aber wir probieren weiterhin! Kurz vor dem Aussteigen sitzen wir immer so 5-10 Minuten im Auto, bis er sich beruhigt hat. Das geht auch gut, aber wir sehen dort nach ewigem Training keine Lernkurve…na ja, wir werden berichten! 🙂 LG auch an deine zwei Püs!

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