Das hätten wir anders gemacht

zwergpudel rennt

Wenn wir die Zeit nochmal zurückdrehen könnten, würden wir sicherlich ein paar Dinge anders angehen… Welche das sind, erfahrt ihr hier:

1. Noch mehr Ruhe

Unser Fazit nach 1 ½ Jahren mit einem Zwergpudel. Man kann Ruhe und Entspannung gar nicht genug „üben“. Sicherlich ist jeder Hund anders, aber wir hätten mit Moki alles noch unaufgeregter machen müssen. Uns war schon immer bewusst, wie wichtig Schlafen (17-20 Stunden für ausgewachsene Hunde, Welpen und Senioren brauchen sogar noch mehr Schlaf) für Hunde ist, aber selbst Kleinigkeiten, wie Anschauen und Aufmerksamkeit geben, können bei einem aufgedrehten Pudel wie Moki schon manches Mal zu viel sein. Doch es ist nie zu spät mehr Entspannung und Ruhe in den Alltag zu integrieren. z.B. …

  • Den Hund weniger anschauen! Ja, auch wenn er unfassbar süß aussieht…
  • Aufmerksamkeit geben, wenn man sich selbst dazu entscheidet, nicht wenn der Hund sie durch Anstupsen oder Anspringen einfordert.
  • Selbst oft Ruhe halten und Entspannung ausstrahlen.
  • Spiele selbst beginnen und beenden.
  • Mehr Nasenarbeit (Video von uns dazu bei Youtube), als wilde Raufereien und Zerrspiele machen.
  • Futter überprüfen, zuckerhaltige Snacks sind oft wie ein Aufputschmittel. Auch Mais enthält viel Zucker…
  • Muster durchbrechen, die viel Aufregung schüren. (z.B. beim Klingeln soll der Hund nicht bellen und zur Tür stürmen, sondern lernen sich ruhig in sein Körbchen zu legen.)

Nach einiger Zeit schon wird man eine Veränderung bemerken. Seitdem wir uns noch (!) mehr bemühen auf einen ausgeglichenen Alltag zu achten, ist Moki schon etwas ruhiger geworden…

2. Allein bleiben vs. Mitkommen

Schon in der Welpenschule wurde uns gesagt „bitte trainiert schon früh das allein bleiben mit eurem Hund“, womit die Trainer absolut recht hatten. Dadurch, dass wir von Anfang an sehr konsequent waren, konnte Moki das immer recht gut. (Dank Corona ist es allerdings auch bei uns etwas schlechter geworden…)

Was wir aber darüber vergessen haben zu trainieren, ist das Mitkommen! Moki war einfach zu selten in einem Restaurant, als dass er sich dort entspannen könnte. Wir haben jeden Restaurantbesuch genutzt, um mit ihm allein bleiben zu üben. Nie hätten wir gedacht, dass Mitkommen ein Problem sein könnte. Wir hoffen aber, dass wir durch mehr allgemeine Entspannung (s. Punkt 1.) und Decken-Training auch dieses Missgeschick ausbügeln können. Mokis Entspannung-Decke bauen wir Schritt für Schritt Zuhause auf. Er soll lernen, wenn ich auf der Decke liege, kann ich mich ausruhen und muss mich um nichts kümmern. Hoffentlich kann er dadurch auch im Restaurant entspannen und muss nicht mehr ständig alles aufmerksam beobachten…

3. Auto fahren

Dadurch, dass wir in der Stadt wohnen, benötigen wir nur selten unser Auto, ergo fährt auch Moki nicht oft. Als Welpe konnte er prima Auto fahren, die meiste Zeit der Fahrt hat er gedöst und wir dachten wunderbar, das Thema ist abgehakt. Falsch gedacht, irgendwann – so ca. mit 5 Monaten – wo Moki schon kräftiger war und der Frühling vor der Tür stand, wollten wir gerne öfters in den Park mit ihm. Das Drama nahm seinen Lauf, mit jeder Fahrt wurde seine Vorfreude und sein Gefiepe schlimmer. Wir haben ihm seine Aufregung regelrecht antrainiert, indem wir immer nur großartige Autofahrten gemacht haben. Nun heißt es, einen Gang zurückschalten und nur noch langweilige Autofahrten machen. Ab auf die Autobahn und wieder zurück nach Hause, ab um den Block und wieder nach Hause, ab zum Einkaufen und zurück. Immer ohne Aussteigen, nichts Spannendes soll mehr passieren, damit er seine Aufregung ablegt. Die Hoffnung: Irgendwann können wir vielleicht mal ohne Getöse in den Park fahren…

4. Hunde-Rasse nach eigenem Charakter auswählen

Auch bei der Wahl der Rasse für unseren persönlichen Charakter hätten wir vielleicht noch etwas mehr recherchieren können. Zwergpudel sind zwar super freundliche Anfänger- und auch Familien-Hunde, aber sie sind eben auch seeeeehr quirlig, ein bisschen nervös und manchmal auch überdreht. Da wir selbst auch nicht gerade die gemütlichsten Menschen sind, ist die Mischung durchaus etwas explosiv. Ein Großpudel z.B. ist vom Wesen her etwas ruhiger und hätte vermutlich noch besser zu uns gepasst… Quasi eine komplementäre Ergänzung der verschiedenen Charaktere… Also wird der nächste Hund vielleicht auch ein Pudel, aber ein bis zwei Nummern größer…

5. Schon früher an einen Hundetrainer wenden

Zwar haben wir regelmäßig die Welpen- und Junghunde-Schule besucht, aber danach haben wir erstmal auf eigene Faust weitertrainiert. Jetzt, nach 1 ½ Jahren, haben wir uns aber dazu entschlossen an bestimmten Themen mit einer professionellen Hunde-Trainerin zu arbeiten, da wir selbst einfach nicht mehr weiterkommen und unzufrieden mit dem Ist-Zustand sind. Ein guter Trainer sieht die Situation mit viel klareren Augen und mit dem nötigen Abstand, um wichtige Tipps zu geben und neue Trainingsmethoden anzuwenden. Sehr empfehlenswert! Wir hätten das schon früher machen sollen!

Fazit:

Es ist nie zu spät ein Training umzustrukturieren oder neu zu starten. Man sollte sich seine gemachten Fehler eingestehen und eventuell auch mit professioneller Hilfe an Lösungen arbeiten. Der Hund ist nur so, wie wir ihn geformt haben und kann für seine Marotten in den allermeisten Fällen absolut gar nichts. Also an die eigene Nase packen und loslegen!

3 Idee über “Das hätten wir anders gemacht

  1. Elena sagt:

    Eure Updates finde ich super und die Entwicklung ist sehr spannend zu verfolgen. Welche Themen trainiert ihr nun mit einer professionellen Trainerin? Alles Gute & viel Erfolg weiterhin.

  2. Nancy sagt:

    Hallo,
    Meine Name ist Nancy .
    Mein Mann Benny gehen gerad schwanger ob wir und einen Zwergpudel kaufen.
    Euer Blog aber auch eure Videos helfen uns total.
    Ist Moki eigentlich ein reinrassiger Zwergpudel?
    Uns fällt es verdammt schwer Züchter zu finde…😢
    Habt ihr noch einen Tipp

    • Sabine sagt:

      Schaut euch doch mal auf der Seite des VDH oder des Deutschen Pudelclubs (hier ist sogar eine aktuelle Wurfliste eingestellt) um. Und dann am besten per Email oder noch besser gleich telefonisch Kontakt aufnehmen. So haben wir auch unseren Züchter gefunden gefunden und sind nun seit ein paar Monaten stolze Besitzer eines weißen Zwergpudels.

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